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Kohle im Ruhrgebiet

Von Oliver Glasmacher

Was ist eigentlich Kohle?

Ich behandele in diesem Beitrag hauptsächlich die Flöze wie Sie im Raum Sprockhövel - Wetter - Herdecke zu Tage treten: Die Magerkohlenschichten oder auch genannt Sprockhöveler Schichten. Dies sind die ältesten Kohlenflöze. Sie waren meist nicht verkokbar,da ihnen die flüchtigen Bestandteile weitgehend fehlen. aber so man Sie Stückreich gewinnen konnte, eine gute Schmiedekohle. Ebenso wurden sie als Hausbrandkohle und spät in der Stromgewinnung eingesetzt.

Kohle sind die fossilen Reste von Urwäldern des Karbones, welche durch Sandüberlagerungen welche zu Sandstein verdichtet wurden luftdicht verschlossen und dann durch den Gebirgesdruck von Millionen Jahren zu Kohle gepresst wurden. Je nach Dauer der Urwaldperiode sind diese entstandenen Kohlenflöze verschieden mächtig.

Die Konsistenz dieser Kohle reicht von bröselig bis fest. Letztere Kohlen sind leicht in Stücken zu gewinnen. Diese Kohlen waren besonders begehrt, da die Stücke der besten Kohle auf dem Rost der Schmiedeesse liegen bleiben und nicht durch den Rost fallen. (So entstand der Name Esskohle). Die Feinkohlen blieben daher in früherer Zeit meistens schon an Ort und Stelle liegen, da es für die Stückreiche Kohle am Schacht von den Abnehmern Trinkgelder gab. Diese liess sich gut verkaufen. Erst in der Neuzeit wurde diese Feinkohle entweder mit Pech zu Kohlenbriketts verarbeitet oder aber in den Elektrizitätswerken der VEW und AVU zur Stromerzeugung verwendet.

Übersicht der Kohlenarten:

  • Magerkohlen - Sprockhöveler Schichetn
  • Esskohle - Wittener Schichten
  • Fettkohlen - Bochumer Schichten
  • Gaskohle - Essener Schichten
  • Gasflammkohle - Horster Schichten
  • Flammkohle - Dorstener Schichten
Die Kohlenmächtigkeiten schwanken stark. Aber es gibt eine mehr oder weniger klare Ordnung, welche Kohlenflöz üblicherweise mit Vorteil zu gewinnen waren.

In den Magerkohlenschichten hießen die Flöze nach der Einheitsbezeichnung:


  • Sengsbank
  • Besserdich
  • Hinnebecke
  • Neuflöz
  • Dreckbank
  • Wasserbank
  • Nebenflöz
  • Hauptflöz
  • Schieferbank
  • Sarnsbänksgen
  • Sarnsbank
Von diesen waren Abbauwürdig die Flöze Hauptflöz und Wasserbank. Je nach Örtlichem Vorkommen wurden auch das Flöze Neuflöz abgebaut. Da das Flöz Wasserbank aus bis zu 3 einzelnen KOhlenbänken, getrennt durch Bergemittel bestehen kann, werden die Flöze auch als Wasserbank 1, 2 und 3 angesprochen. Die Unterbank wurde nach der Einheitsbezeichnung Dauch als Dreckbank bezeichnet wurde