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Befahrung Lietstolln

Von Peter Mühr

Der Stollen ist auf die Länge von 2200m im Jahr 1902 Aufgefahren und auf ganzer Länge ausgemauert worden. Am Ende des Stollen lag das Flöz 3 etwa 90m über dem Stollen. Die Förderung aus den Bückebergen ist am Bremsschacht 4 gesammelt worden und dort zur Stollensohle herunter gebremst worden. Von dort ging es in Zügen mit Akkulok direkt zur Brikettfabrik in Obernkirchen, deren Reste immer noch stehen.Stillgelegt ist die Anlage am 30.12.1960.

In guten Jahren war dort eine Tagesförderung von 350-400 t am Tag etwa 100000t im Jahr Wovon so etwas 30-60000 Tonnen zu Brikett verarbeitet worden und der Rest ist als Hausbrandkohle verkauft oder zum Abmagern der Kohle zum Georgsschacht in die Kokerei geliefert worden.

Wir haben uns um 8.00 Uhr mit den Leuten von den Stadtwerken am Mundloch getroffen und einen "Schlachtplan" für den Tag gemacht. Dann sind Sepp und Michael mit den Stadtwerkern zum Bremsschacht 3 gefahren um sich dort abzuseilen und den Zustand der Fallleitung im Schacht zu untersuchen.

Zeitgleich sind Siggi, Florian, Thomas und Peter in den Lietstolln eingefahren.Das Ziel war zuerst sich am Füllort vom Bremsschacht 3 mit den Abseilern zu treffen. Das Füllort befindet sich bei Stollenmeter 1200.

Nach einiger Wartezeit haben wir aus dem Schacht Post in Form eines fallenden Maßbandes erhalten. Sepp und Micha brauchten noch Werkzeug um die Gitter im Schacht zu lösen.

Die Leute von den Stadtwerken waren nicht mehr am Schacht und mein Telefonkabel war zu kurz, was Sepp und Micha auf den Verdacht gebracht hat ich könnte nicht Messen.

Das Telefonkabel ist 50m lang und der Schacht nach Aussage vom Wasserwerk 60m, von denen 30 mit Fahrten zu befahren und 30 nur am Seil zu erreichen sind. Nun wissen wir dass der Schacht 91m tief ist...

Nun gut Siggi und Peter sind mit der Post wieder aus dem Stollen ausgefahren und haben den Stadtwerkern die Werkzeugwünsche überbracht, die sich auch sogleich wieder zum Schacht begeben hatten.

Dann war es Micha und Sepp möglich das Gitter zu öffnen und Michael hat sich zuerst die 61 Meter abgeseilt.

Wir haben die Leitung gespült während Sepp oben die Wasserfassung gereinigt hat.Anschließend hat sich Sepp über den Schacht auch noch zu uns gesellt.

Als Sepp auf der Stollensohle war, viel dem Stadtwerkern ein das sie am Mundloch noch etwas zu schauen hatten. Wir haben derweil den Stollenbereich hinter der Abmauerung des Stollen erkundet, leider war ab dem Stollenmeter 1900 Schluss wegen Kohlensäure. Uns haben etwa 300 m noch bis zum eigentlichen Betriebsmittelpunkt Bremsschacht 4 gefehlt.

Wir sind dann ungekehrt und langsam wieder ausgefahren, mit reichlich Pausen zum Fotos machen. Nach der Ausfahrt, wurde noch gemeinsam Essen eingenommen eingeladen.

Teilnehmer:

Carsten Säckel, Sigurd Lettau, Michael König, Florian Garbe, Thomas Müller, Peter Mühr