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Kleinzeche Teufelsburg 2

Bevor an diesem Standpunkt am 1. April 1952 die Kleinzeche einen alten Stollenbetrieb von Hoffnungsthal nach dem Krieg wieder aufnahm, war der Stollen bereits Ende des 19. Jahrhundert betrieben worden. Gegenüber dem Mundloch der Zeche Johannesegen hatte man im identischen Flöz wie jene, jedoch nach Nordosten, einen Stollen angesetzt um das ca. 80 cm starke Flöz Wasserbank aufzuschließen und zu gewinnen. Das Grubenfeld gehörte zur Stollenzeche Hoffnungsthal 1. Der Absatz konnte über die am Mundloch vorbeilaufende Pferdeschleppbahn der Zeche Johannesegen durch das Paaßbachtal erfolgen. Da das Flöz hier einen kleinen Sattel bildete, ging der Stollen, dem Flöz folgend nicht weit ins Feld sondern um die Muldenwende zurück in Richtung Bachtal, wo das Kohlenflöz wieder enden musste, da man noch oberhalb der Talsohle arbeitete, um die anfallenden Grubenwasser durch den Stollen auf natürliche Weise ablaufen lassen zu können. 1890 endetet dieser Abbau.

1913-1915 baute die Zeche Alte Haase in den Kohlenflözen im Tiefbau Kohlen ab.

Wie schon erwähnt eröffnete der Betrieb nach dem Krieg in der Zeit der Kohlennot neu. Gustav Riepelsiep nahm den Betrieb wieder auf. Mit 3 Mann wurden Aufschlußarbeiten betrieben und dabei geringe Mengen Kohlen gefördert. Dann verkaufte er den Betrieb an die "Kleinzeche Teufelsburg GmbH". Ob durch diese überhaupt ein Betrieb aufgenommen wurde ist nicht bekannt. Jedenfalls führte sie den Betrieb unter dem Namen Teufelsburg II neben 2 anderen Betrieben in Witten und Hattingen.

Zum 1.1.1954 erfolgte ein neuer Versuch. Diesmal betrieb die Hans Lange & CO. KG die Zeche. Sie hatte die Teufelsburg GmbH übernommen und damit die Kleinstbetriebe. Der Betrieb am Hackstück wurde jedoch bald unter dem Namen Zeche Hoffnungsthal aufgenommen. Somit fand eine Rückbenennung statt.

Im Gegensatz zu vielen Kleinzechen, welche den Restpfeiler an der Tagesoberfläche abbauten und damit die Ursache für viele Tagesbrüch sind, baute die Kleinzeche Hoffnungsthal fast ausschließlich Kohle unter der Stollensohle ab, im Bereich bis zum Alten Mann der Zeche Alte Haase. Hier wurde das Flöz Wasserbank nun im noch nicht abgebauten Teil unter der Stollensohle abgebaut.

Außerdem wurde 1956 ein Tiefbau vor dem Stollen, unter der Talsohle angefangen jedoch bald wieder eingestellt. Zwischenzeitlich war auch im alten Stollen der Zeche Johannessegen gegenüber Betrieb umgegangen.


Riss Kleinzeche Teufelsburg 2 Hoffnungsthal

Förderzahlen:

Stollenbetrieb Riepelsiep

  • 1952 --> 111 to --> 3 Mann
  • 1953 --> 256 to --> 3 Mann
Kleinzeche Teufelsburg II

Zeche Hoffnungsthal

  • 1954 8540 to 27 Mann
  • 1955 4778 to 31 Mann
  • 1956 6162 to 24 Mann
  • 1957 110 to 9 Mann
Nach dem Abbau der besseren Partien, zeigte sich das Flöz oft gestört und verschmälerte sich und durch die flache Lagerung wurde der Abbau unrentabel.

Die Förderung wurde 1956 eingestellt. 1957 fanden nur noch Restarbeiten zur Stillegung statt.

Heute ist das Bergwerk Teil des Bergbauwanderweges "Alte Haase Nord" des Arbeitskreises Sprockhövel. Denkmäler haben sich leider keine erhalten. Nur der Wasseraustritt nach langen Regenfällen zeigt noch das Mundloch des Stollentriebes an.

Literatur :

- Walter E. Gantenberg: Auf alten Kohlenwegen, Band 1 , Verlag Glückauf, Essen 1994
- Joachim Huske: Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier. Daten und Fakten von den Anfängen bis 1997. 2. überarbeitete und erweiterte Auflage. Deutsches Bergbau-Museum, Bochum 1998,

Quellen:

- Frdl. Hinweise von Sigurd Lettau und Uwe Peise
- Bergbau des Deutschen Bergbaues, Verlag Glückauf, Jahrgänge 1951,1952,1953,1954,1955,1956,1957,1958
- Sammlung Ruhrrisse